
Die hohe Schule der Liebe nach Bert Hellinger
In den 1980-er Jahren hat Bert Hellinger eine neue Form der systemischen Arbeit entwickelt – die Systemaufstellung –, wovon die Familienaufstellung für uns der wichtigste Aspekt ist. In den letzten 10 Jahren hat Hellinger die klassische Art der Aufstellungsarbeit weiter zum Geistigen Familienstellen entwickelt.
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Beobachtung, dass es in Familien eine ursprüngliche Ordnung gibt. Eine Ordnung der Liebe, die alle Mitglieder über Generationen hinweg verbindet, und zwar ungeachtet dessen, welche Gefühle sie füreinander haben oder haben zu glauben. Ist diese Ordnung gestört, kann dies Folgen für die eigene Familie, später Geborene oder Beziehungen haben und/oder sogar Krankheiten begünstigen.
Das Familienstellen ist Gruppenarbeit. Der Aufstellende, der sein Anliegen vorgebracht hat, wählt in der Regel Stellvertreter aus der Gruppe aus, die sein Anliegen darstellen z.B. die Mutter, die Firma, die Erkrankung. Diese Stellvertreter werden im Raum aufgestellt.
Durch die Bewegungen der Stellvertreter zueinander und/oder der verbalen Kommunikation entsteht ein Bild von dem Ist-Zustand des Anliegens. Nun wird durch Umstellen der Personen oder anderen Interventionen ein neues Bild von dem Anliegen kreiert. Dieser neue Eindruck vom Anliegen kann zu einer Lösung des Problems beitragen oder mögliche Handlungsweisen aufzeigen.
Am Ende der Aufstellung kommt es nicht immer zu einer vollständigen Lösung. Manchmal zeigt sich nur ein Teil der Lösung oder die Lösung bleibt ganz im Verborgenen.
Die Aufstellung offenbart nicht die einzig mögliche Wahrheit.
Das Individuum hat ein seelisches oder körperliches Problem wie z.B. Lebensunmut, Aggressionsschübe, Schmerzen, Schlafstörungen u.a. und möchte die Ursache sichtbar machen, um einen Lösungsprozess einleiten zu können.
Wer noch keine Erfahrung in der Aufstellungsarbeit hat, kann die Gelegenheit nutzen, als teilnehmender Beobachter in die Arbeit einzusteigen und sich, wenn er möchte, als Stellvertreter zur Verfügung stellen.
Aus unserer Sicht ist die Aufstellungsarbeit eine Möglichkeit, Aspekte der ins Ungleichgewicht geratenen Körper-Seele-Geist-Einheit zu erhellen. Sie ist ein Teil des Prozesses der Bewusstwerdung unserer Selbst und kann somit nicht als alleinige Methode zur Lösung verstanden werden. Wir bieten in unserer Praxis die dazu notwendige Vor- und Nachbehandlung an. Nach einem notwendigen Informationsgespräch vor der Aufstellungsarbeit, können alle Fragen Ihrerseits geklärt werden z.B. ob eine Aufstellung die richtige Methode ist das Problem anzugehen oder eine Einzelaufstellung nötig ist.
Jeder von uns hat von seiner Mutter und seinem Vater ein bestimmtes Erbgut erhalten, dass in uns und auf unser Verhalten einwirkt. Hinzu kommen die über Erziehung erworbenen Verhaltensweisen. Das heißt wir sind nicht Allein groß geworden, sondern in einem System von verschiedenen Menschen. Dieses System hat einen lebenslangen Einfluss auf uns und erstellt ein energetisches Feld.
Rupert Sheldrake nennt es Morphogenetisches Feld, Bert Hellinger Familienseele, Buddhisten nennen es Karma... Tatsache ist, dass dieses Feld existiert und dass es uns beeinflusst. So können wir beispielsweise anhand von Stammbäumen interessante Wiederholungen von Mustern beobachten, z.B. „über 10 Generationen ergriff der erstgeborene Sohn den Beruf des Vaters“ oder „in der mütterlichen Linie kam es über 5 Generationen immer zu einer Scheidung, nachdem 4 Kinder geboren waren“ oder „es gab auffallend viele Selbstmorde von der männlichen Linie“ etc.
Jeder von uns hat ein „energetisches Familienfeld“, in dem die Energien der Generationen gespeichert sind. Dieses „energetische Familienfeld“ hat durch die gespeicherten Energien ein bestimmtes Muster und ist bestrebt, dieses Muster zu erhalten. In dem Beispiel mit dem erstgeboren Sohn ist die „Ordnung“, dass der erstgeborene Sohn die Firma übernimmt. Wird dieser übergangen – aus welchen Gründen auch immer – und das zweit- oder drittgeborene Kind übernimmt die Firma, so kann dies sowohl zu Streitigkeiten innerhalb der Familie, als auch zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten mit der Firma führen. So kann eine Familienaufstellung diesen Punkt sichtbar machen und im optimalen Fall Lösungsmöglichkeiten anbieten. Über die Aufstellungsarbeit besteht die Möglichkeit, die Energien im Feld so zu verändern, dass sie uns nicht mehr behindern.
Wie dieses Feld genau funktioniert, ist wissenschaftlich zur Zeit noch nicht hinreichend geklärt; wir wissen nur, dass es existiert.
Bert Hellingers Arbeit wird kontrovers diskutiert. Vor über 20 Jahren, als er die Familienaufstellung zum ersten Mal entdeckte, hatte niemand eine Ahnung, wie das funktioniert. Heute wissen wir, was die Familienstellung für ein mächtiges Werkzeug ist und mit welcher Sorgfalt wir es einsetzen müssen. In den Anfängen jedoch wurde die Aufstellungsarbeit durch Versuch und Irrtum und in unendlichen Jahren an Beobachtungen erschaffen. Es versteht sich von selbst, dass diese Art der Arbeit an manchen Stellen über die Grenzen hinaus ging, bis sich über Jahre die „Ordnungen der Liebe“ – wie Hellinger sie nennt – herauskristallisierten. In den letzten Jahren hat sich daraus das Geistige Familienstellen entwickelt, und dies ist die Königsdiziplin im Familienstellen, es ist die „Hohe Schule der Liebe“.
Mehr unter www.hellinger.com
Wir danken Bert Hellinger an dieser Stelle für seine unermüdliche Arbeit im Dienste der Menschen.
Jede Aufstellungsarbeit dient den Ordnungen der Liebe, der Wiederherstellung von Harmonie und Frieden in den eigenen vier Wänden, die von hier aus den Weg in die ganze Welt finden mag.
Preise: Gruppenaufstellung ein Tag 75,00 €, als Helfer 25,00 € Einzelaufstellung 60,00 € pro Stunde